Karriereweg und Portrait - Christina Stark

PersonenbildChristina Stark arbeitet nach ihrem Studium am KIT als Versuchsingenieurin in der physikalischen Fehleranalyse. Sie untersucht Mikrochips, hauptsächlich aus Fahrsicherheits-Assistenzsystemen, aus verschiedenen Lebensstadien von der Entwicklung bis zur Feldnutzung mit unterschiedlichsten physikalischen Methoden auf Defekte. Neben der Arbeit im Labor hält sie viel Rücksprache mit Kunden und bekommt Einblicke in ihre Arbeit. Was ihr am besten gefällt? "Die Vielfalt. Ich bin jemand, der am liebsten täglich neue Herausforderungen angehen würde. Da kommt meine Arbeit erstaunlich nah heran." Am besten vorbereitet haben sie die Vorlesungen zu Halbleiterphysik und Elektronik, in deren Unterlagen sie hier und da sogar heute noch nachschlägt. Bei der Arbeit fällt ihr auf, mit welchen wichtigen Soft Skills das Physikstudium sie ausgestattet hat: "Geduld an den Dingen dranzubleiben, Kommunikationsfähigkeit, eigenständiges Arbeiten und Selbstinitiative, die Fähigkeit, ein Thema schnell zu erfassen und das Hinterfragen von Sachverhalten." Und sie ergänzt: "Ich glaube fest daran, dass ein Universitätsstudium mit all den Herausforderungen, aber auch Freiheiten diese Entwicklung fördert."

In welcher Branche arbeiten Sie zurzeit, bzw. wie sieht Ihr Berufsalltag aus?

Ich arbeite als Versuchsingenieurin in der Physikalischen Fehleranalyse an ASICs (Application Specific Integrated Circuits), hauptsächlich Chips aus Fahrsicherheitsassistenzsystemen. Dazu untersuche ich ASICs aus verschiedenen Lebensstadien (Entwicklung, Fertigung, Feldnutzung …) mit unterschiedlichsten physikalischen Methoden auf Defekte. Eine Methode, mit der ich viel arbeite ist beispielsweise der Nanoprober mit dem winzige Strukturen elektrisch charakterisiert und ggf. lokalisiert werden können. Mein Alltag als Versuchsingenieurin ist vielfältig, da ständig neue Fehlerbilder auftauchen, und man neben der Arbeit im Labor auch viel mit Kunden Rücksprache hält und auch Einblicke in deren Arbeit bekommt.

Welche wissenschaftlichen Qualifikationen und Soft Skills aus dem Studium helfen Ihnen bei Ihrer aktuellen Tätigkeit?

Die Vorlesungen zu Halbleiterphysik und Elektronik für Physiker haben mich am besten auf meine Arbeit vorbereitet. Hier und da schlage ich sogar in den alten Vorlesungsunterlagen nach. Bei der Arbeit fällt mir auf, mit welchen wichtigen Soft Skills mich das Physikstudium ausgestattet hat: Geduld an den Dingen dranzubleiben, Kommunikationsfähigkeit, eigenständiges Arbeiten und Selbstinitiative, die Fähigkeit, ein Thema schnell zu erfassen und das Hinterfragen von Sachverhalten. Ich weiß nicht, inwieweit diese Fähigkeiten von einer konkreten Studienwahl abhängen, aber ich glaube fest daran, dass ein Universitätsstudium mit all den Herausforderungen, aber auch Freiheiten diese Entwicklung fördert.

Was gefällt Ihnen an Ihrer aktuellen Tätigkeit am besten?

Die Vielfalt. Ich bin jemand, der am liebsten täglich neue Herausforderungen angehen würde. Da kommt meine Arbeit erstaunlich nah heran. Auch die Arbeit mit einem großen Team aus ganz unterschiedlichen Menschen und Persönlichkeiten finde ich spannend.

Was waren die Herausforderungen nach dem Masterabschluss?

Ich habe nach meinem Masterabschluss ein paar Monate frei gehabt und mich auch sehr auf diese Zeit gefreut. Ich hatte allerdings unterschätzt, wie sehr mein Selbstwertgefühl unter dieser Zeit leiden würde. Im Nachhinein würde ich versuchen, dieser Zeit mehr Struktur und Sinn zu geben.

Wie haben Sie Ihre aktuelle Stelle gefunden?

Ich hatte mich auf einige Stellen im Umkreis beworben, darunter verschiedene Stellenanzeigen und auch Initiativbewerbungen. Diese konkrete Stelle habe ich über das Online-Stellenportal des Unternehmens gefunden. Die Kontaktaufnahme erfolgte dann sehr zügig. Nach einem fachlichen Bewerbungsgespräch kam es zu einem weiteren Gespräch mit der Personalabteilung. Wirklich Ahnung, was da auf mich zukommt, hatte ich erst nach einer Woche auf der Arbeit.

Was war ein persönliches Highlight während des Studiums am KIT?

Die vielen Begegnungen mit tollen Menschen!

Welche Ratschläge würden Sie aus heutiger Sicht Studienanfängern mitgeben?

Genießt euer Studium und bleibt euch des Privilegs bewusst, eure Zeit so frei einteilen zu dürfen. Denkt über eure persönlichen Stärken nach und versucht diese konkret auszubauen. Und vergesst über das Studium und die Selbstreflexion hinweg nicht, dass ihr Teil einer wundervollen Gesellschaft seid und engagiert euch.