Karriereweg und Protrait - Evelyn Kaiser
Nach dem Lehramtsstudium am KIT unterrichtet Evelyn Kaiser heute Physik und Naturwissenschaft und Technik (NwT) an einem allgemeinbildenden Gymnasium in Karlsruhe. Ihr Lieblingsthema ist momentan die Optik, "weil es sehr anschauliche und einfache Experimente gibt, was den Großteil der Klassen begeistert." An ihrem Beruf schätzt sie vor allem die Abwechslung: "Es bereitet mir große Freude, die fachliche und persönliche Entwicklung von Jugendlichen begleiten zu dürfen." Aus dem Studium profitiert sie bis heute von vielem: vom gemeinsamen Arbeiten, ebenso wie vom Programmieren und dem Auswerten von Messdaten. Studienanfängerinnen und Studienanfängern im Lehramt Physik gibt sie mit: "Dranbleiben, es lohnt sich!" Und sie weist auf einen praktischen Vorteil hin: Physik war zuletzt ein sogenanntes Mangelfach am Gymnasium, das bedeutet gute Einstellungschancen für Physiklehrkräfte.
In welchem Bereich arbeiten Sie derzeit, und welche Fächer und Klassen unterrichten Sie?
Ich unterrichte die Fächer Physik und Naturwissenschaft und Technik (NwT) an einem allgemeinbildenden Gymnasium in Karlsruhe. Dieses Jahr habe ich in Physik die Klassenstufen 7, 8 und 10.
Warum haben Sie sich dazu entschieden, Physik auf Lehramt zu studieren?
Angefangen habe ich mit dem Physik Bachelor of Science. Physik faszinierte mich schon in der Schulzeit, weshalb ich nach dem Abitur direkt mit dem Physikstudium startete. Im 5. Semester entschied ich mich dazu Lehramt parallel zu studieren, da der Beruf mit Jugendlichen und das Beibringen von Lerninhalten mir zusagte. Die im Studium integrierten Schulpraktika gefielen mir so gut, dass ich im Master nur noch auf Lehramt studierte.
Welche fachlichen Kompetenzen und Soft Skills aus dem Studium helfen Ihnen heute besonders?
Das Physikstudium hat meine Frustrationstoleranz sehr gestärkt. Davon habe ich im Referendariat und auch im jetzigen Alltag schon oft profitiert. Zudem ist auch das gemeinsame Arbeiten im Studium (z.B. gemeinsam lösen von Übungszetteln) ein Soft Skill, die genauso wichtig im Beruf ist. Weitere Soft Skills aus dem Studium wie Programmieren, Messdaten auswerten, Praktika durchführen etc. helfen mir immer wieder weiter. Die fachlichen Inhalte im Studium gehen meist weit darüber hinaus, was ich in der Schule brauche. Ich wollte sie aber auch nicht missen. Besonders hilfreich für den Beruf waren in diesem Bereich die Seminare in Fachdidaktik.
Was gefällt Ihnen an Ihrer aktuellen Tätigkeit am meisten?
Es ist ein sehr abwechslungsreicher Beruf und es bereitet mir große Freude die fachliche und persönliche Entwicklung von Jugendlichen begleiten zu dürfen.
Welche Themen unterrichten Sie besonders gerne und warum?
Mein Lieblingsthema ist momentan die Optik in Klasse 7 und 8, weil es sehr anschauliche und einfache Experimente gibt, was den Großteil der Klassen begeistert.
Gab es Herausforderungen beim Übergang vom Studium in den Beruf?
Das Referendariat ist eine anspruchsvolle, intensive, lehrreiche aber auch sehr schöne Zeit. Alles was man im Studium nicht direkt gelernt hat (z.B. Unterrichtseinheiten vorbereiten, pädagogisches Handeln…) eignet man sich an und probiert es aus - mit Highlights und Lowlights.
Was war ein persönliches Highlight während Ihres (Physik-)Studiums am KIT?
Man „kämpft“ immer im Team und findet überall Hilfe: sei es bei höheren Semestern, Dozent/innen/en oder Mitarbeit/innen/ern.
Welche Ratschläge würden Sie heutigen Studienanfängerinnen und Studienanfängern des Lehramtstudiums Physik mitgeben?
Dranbleiben, es lohnt sich!
Als Physiklehrkraft verbringt man viel Zeit in der Sammlung, um Experimente aufzubauen und zu testen. Die vielen unterschiedlichen Geräte können einen manchmal einschüchtern, weil man in den Praktika im Studium die Geräte selbst nicht auswählen, sondern nur benutzen muss. Aber auch hier ist man nicht allein und bekommt Hilfe von erfahrenen Kolleg/innen. Die Korrekturen von Klassenarbeiten sind in der Physik sehr dankbar. In den letzten zwei Jahren war Physik ein Mangelfach am Gymnasium im Gegensatz zu vielen anderen Fächern. Das bedeutet: Gute Einstellungschancen für Physiklehrkräfte